Vereinzelt kommt auch bei Katzen ein MDR1-Defekt vor, welcher ähnliche Konsequenzen hat wie beim Hund. Hier liegt der Gendefekt aber in Exon 15 und es kommt zu einer Deletion von nur zwei Erbbausteinen „TC“ (del2) an Nukleotidposition 1930 des proteinkodierenden Leserahmens (nt1930). Daher wird dieser Gendefekt auch als MDR1 nt1930(del2) bezeichnet. Durch die Deletion kommt es zu einem vorzeitigen Stop-Codon, wodurch nur etwa das halbe MDR1-Protein gebildet werden kann.

MDR1-Gen und MDR1-Transporter bei der Katze © TransMIT GmbH - Prof. Dr. Joachim  GeyerMDR1-Gen und MDR1-Transporter bei der Katze © TransMIT GmbH - Prof. Dr. Joachim Geyer

Aktuell ist die Rasseprädisposition für den MDR1-Defekt bei der Katze noch nicht hinreichend bekannt. Betroffene Katzen wurden aber bereits bei den folgenden Rassen gefunden: Main Coon, Siamkatze, Ragdoll, Russisch Blau, sowie bei verschiedenen kurz-, mittel- und langhaarigen Hauskatzen.